Arbeitsmaterial für Ihre digitale Vertriebsarbeit
Leitfäden
Kompakte Leitfäden zu E-Commerce-Strategie, Systemlandschaft und Rollen, die Sie in maximal einer Sitzung durcharbeiten können.
Checklisten
Praktische Checklisten für Workshops, Statusrunden und Entscheidungsmeetings, die typische Fragen strukturiert abdecken.
Canvas & Vorlagen
Impulse
Wozu diese Ressourcen gedacht sind
Praktische Tipps für Ihren Einstieg oder die nächste Ausbaustufe
Diese Tipps sind bewusst klein gehalten. Sie sollen nicht das große Projekt ersetzen, sondern helfen, erste Schritte zu machen, Struktur in Diskussionen zu bringen und Erfahrungen zu sammeln, bevor große Entscheidungen getroffen werden.
Mit einem gemeinsamen Lagebild starten
Bevor Sie in Tools, Plattformen oder Integrationsdetails einsteigen, halten Sie fest, wie Ihr Vertrieb heute tatsächlich funktioniert. Listen Sie Kanäle, typische Kundengruppen und die wichtigsten Systeme auf einem Blatt Papier. Ergänzen Sie grob, welche Probleme regelmäßig auftreten und welche Erwartungen es an digitale Kanäle gibt. Erst danach skizzieren Sie ein Zielbild, das in zwei bis drei Sätzen beschreibt, was sich aus Sicht von Kundschaft, Teams und Management verändern soll. Diese einfache Übung schafft eine gemeinsame Basis für weitere Diskussionen und verhindert, dass Sie sich zu früh in Detailfragen verlieren.
Systemlandschaft sichtbar machen
Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit, um mit Menschen aus Vertrieb, Operations und IT eine grobe Systemkarte zu zeichnen. Notieren Sie, welche Systeme beteiligt sind, wo Daten entstehen und wohin sie weitergegeben werden. Markieren Sie mit einer anderen Farbe, wo heute manuelle Exporte, Importe oder Kopierarbeiten stattfinden. Diese Karte muss nicht perfekt sein, sie dient als Gesprächsgrundlage. Oft zeigt sich schon in dieser Übung, wo Reibungen entstehen und welche Integrationen zuerst betrachtet werden sollten.
Annahmen sichtbar machen
Bevor Sie den nächsten großen Schritt im E-Commerce oder in der Integration planen, sammeln Sie offene Fragen und Annahmen. Was glauben Sie über Kundenerwartungen, interne Kapazitäten oder technische Grenzen, ohne es sicher zu wissen. Schreiben Sie diese Punkte explizit auf und kennzeichnen Sie sie als Hypothesen. Planen Sie anschließend kleine Maßnahmen, mit denen sich einzelne Annahmen testen lassen, etwa ein begrenzter Pilot oder ein vereinfachter Prozess. So vermeiden Sie, dass ein Projekt auf stillschweigenden Erwartungen basiert, die später zu Enttäuschungen führen.
Verantwortung und Rhythmus festlegen
Digitale Vertriebskanäle brauchen klare Zuständigkeiten im Alltag. Legen Sie gemeinsam fest, wer für Inhalte, Systeme, Prozesse und Auswertungen verantwortlich ist. Definieren Sie einen einfachen Rhythmus, in dem Kennzahlen, Feedback und anstehende Änderungen besprochen werden, zum Beispiel monatliche Runden mit festen Fragen. Halten Sie diese Struktur schriftlich fest und prüfen Sie nach einigen Monaten, ob sie trägt oder angepasst werden muss. So wird Optimierung zur Routine, nicht zu einer losen Sammlung spontaner Aktionen.
Unter digitaler Transformation verstehe ich in diesem Kontext vor allem, wie Vertrieb, Marketing und Operations digitale Kanäle sinnvoll in das bestehende Geschäft einbinden. Das umfasst E-Commerce, Marktplätze, Self-Service-Bereiche und begleitende Prozesse. Die Ressourcen helfen, diese Themen einzuordnen, ersetzen aber keine unternehmensspezifische Analyse.
Die Dauer hängt stark von Ausgangslage, Ressourcen und Entscheidungswegen ab. Viele Initiativen starten mit kleineren Schritten über mehrere Monate und entwickeln sich dann weiter. In den Materialien skizziere ich typische Phasen, ohne feste Zeitangaben zu versprechen. Wichtig ist ein klarer Rhythmus aus Planen, Umsetzen und Lernen.
Hilfreich ist eine gewisse Offenheit, bestehende Prozesse und Annahmen zu hinterfragen. Die Ressourcen enthalten Fragen und Checklisten, die intern manchmal unbequeme Punkte ansprechen. Sie sind so gestaltet, dass Fachbereiche, IT und Management eine gemeinsame Sprache finden können, ohne tief in Fachjargon einzusteigen.
Am sinnvollsten ist eine Kombination aus Selbststudium und Austausch. Sie können Materialien nutzen, um sich vorzubereiten, interne Workshops zu strukturieren oder erste Hypothesen zu formulieren. Wenn Sie merken, dass bestimmte Fragen immer wieder auftauchen, kann ein externer Blick helfen, die Lage einzuordnen und Prioritäten zu klären. Eine Zusammenarbeit startet dann meist mit einem fokussierten Gespräch auf Basis Ihrer Notizen.